Regionale Armutsberichterstattung
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Lokale und Regionale Armutsberichterstattung
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Der Landes-Caritasverband Bayern hat ein Modell zur Regionalen Armutsberichterstattung entwickelt. Dieses am Beispiel des
Landkreises Kelheim entwickelte Modell kann auch auf andere Landkreise angewendet werden. Den Modellbericht aus Kelheim finden Sie hier. Die Auswahl der Daten war vom Caritasverband Kelheim so gewünscht. Andere Landkreise werden möglicherweise andere Schwerpunkte
setzen. Um den Bericht auch für andere Landkreise erstellen zu können, brauchen Sie natürlich deren Daten. Wir haben dazu eine Linkliste erstellt, über die Sie die Quellen für alle Landkreise in Bayern finden können. Gerne nehmen wir Ihre Kritik und Anregungen an.
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Regionale Bündnisse gegen Armut in den Städten und Landkreisen
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Bei der 5. Bayerischen Armutskonferenz der Freien Wohlfahrtspflege am 20. Juli 2010 in München waren sich die 150 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer einig: Um die zunehmende Armut in Bayern nachhaltig verhindern und bekämpfen zu können, braucht es einen dauerhaften
Zusammenschluss der relevanten Akteure auf allen politischen Ebenen. Dabei wurde auch die kommunale Ebene angesprochen. Mit
guten Beispielen wurde das schon vorhandene Engagement belegt: In einigen Landkreisen und Städten gibt es bereits Initiativen
für regionale Bündnisse, Armutskonferenzen, Runde Tische o. ä. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befürworteten die Verstärkung
dieses regionalen Engagements. Die Versammlung rief dazu auf, in den nächsten Jahren in möglichst vielen Städten und Landkreisen
"Regionale Bündnisse gegen Armut" zu gründen. So soll ein dauerhafter Zusammenschluss von Organisationen und Institutionen, die sich der Armutsbekämpfung und der Armutsprävention
in der praktischen sozialen Arbeit und im sozialpolitischen Engagement widmen, erreicht werden. Organisationen und Institutionen
müssen unabhängig von ihrer politischen oder weltanschaulichen Orientierung gemeinsam im Kampf gegen Armut und Ausgrenzung
agieren.
Ziel dieser Bündnisse ist es,
- die Armut in ihrer Stadt oder ihrem Landkreis sichtbar zu machen und - einen Beitrag zur Überwindung von Armut leisten.
Aufgaben der Bündnisse
Hauptaufgaben dieser Bündnisse sollen - das Lobbying, - die Information, - die Politikberatung, - die Anregung von neuen Initiativen und die Vernetzung der bestehenden Einrichtungen sowie - die Fortbildung der haupt-und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen hinsichtlich Armutssensibilität
sein.
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Mitglieder der Bündnisse
Wie diese lokalen oder regionalen Armutskonferenzen in der Region gestaltet werden, wer mitarbeitet, das wird je nach lokaler
Situation verschieden sein. Empfehlenswert ist in jedem Fall die Einbindung der von Armut Betroffenen. Wie dann lokale oder
regionale Armutskonferenzen in der Region gestaltet werden, wer mitarbeitet, das wird lokal verschieden sein. Auf jeden
Fall sollten die Wohlfahrtsverbände, die Kirchen, der VdK, die Gewerkschaften, Selbsthilfegruppen, die Kommunen und die
Parteien bei diesen Netzwerken und Bündnissen dabei sein. Hauptaufgaben dieser Bündnisse sind das Lobbying, die Information,
die Politikberatung und die Fortbildung der haupt-und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen.
In einigen Landkreisen und Städten gibt es bereits Initiativen für regionale Bündnisse, Armutskonferenzen, Runde Tische
o. ä. Sollte es noch keine Bündnisse geben, so sollten sie gegründet werden. Die Caritas könnte hier initiativ werden.
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Tipps zur Gründung von Regionalen Bündnissen gegen Armut und Ausgrenzung
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- Wer ergreift die Initiative? Wer es möchte! Das kann der Caritas-Kreisverband sein, eine Einrichtung oder ein Kreisverband eines anderen Wohlfahrtsverbandes,
die Kommune, das Landratsamt... - Wen lädt man ein? Alle Organisationen, die sich im Landkreis oder der Stadt der Armutsprävention und Armutsbekämpfung widmen und/oder die
man bei einem solchen Bündnis dabei haben möchte. - Welche Ziele kann man sich geben? Ein Regionales Bündnis gegen Armut darf kein folgenloser Debattierclub sein. Sein Ziel kann es sein, Betroffene einzubeziehen,
politisches Bewusstsein bei Parteien, politischen Mandatsträgern (Abgeordnete in Bundestag, Landtag, Bezirkstag, Kreistag,
Stadtrat, Gemeinerat) zu wecken, politisches Bewusstsein in der Bevölkerung für Armutsfragen zu schaffen: Kundgebungen, Demonstrationen,
Diskussionsveranstaltungen, vor Ort praktische Verbesserungen für die Betroffenen zu erreichen, z.B. Gründung von Selbsthilfegruppen,
Patenprojekte für Schüler(innen), Jugendsozialarbeit an Schulen etablieren, Refinanzierung der Schuldnerberatung verbessern,
Vergünstigungen für Besuche von Bädern, Kulturveranstaltungen etc., Nahverkehr. - Wo bekommt man regionale und lokale Fakten her? Die braucht man, denn Politiker(innen) bestreiten gern, dass es Armut vor Ort in nennenswertem Ausmaß überhaupt gibt.
Die Armutsberichte der Bundesregierung und der Bayerischen Staatsregierung enthalten kaum regionale Zahlen. Also muss man
sie selbst suchen. Der Landes-Caritasverband hat dazu ein Modell entwickelt, das jeden Landkreis leicht in die Lage versetzt,
einen regionalen Armutsbericht zu erstellen.
Fragen können Sie an bernd.hein@caritas-bayern.de richten.
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