|
Die Caritas gründet im christlichen Bild von Gott, vom Menschen und der Welt. Von diesem Hintergrund aus nimmt sie Stellung
zu Fragen der Sozialpolitik, zu ethischen und theologischen Fragen. Das geschieht zum Beispiel in politischen Gremien, in schriftlichen Stellungnahmen, in Pressemeldungen und in öffentlichen Vorträgen.
|
|
|
Dem christlichen Doppelgebot von Gottes- und Nächstenliebe verpflichtet, wendet sich die Caritas "vorrangig den Armen, Schwachen
und Benachteiligten zu. So wird die Option für die Armen zum verpflichtenden Kriterium des Handelns." (Für eine Zukunft in Solidarität und Gerechtigkeit, a.a.O., Nr. 105) Nicht die Frage, was ein Mensch den Staat und die Gesellschaft kostet, darf die Sozialpolitik und gesellschaftliche Diskussion
bestimmen, sondern das, was er zu einem menschenwürdigen Leben braucht. Dies ist die Perspektive, unter der die Caritas die
politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in unserem Land sieht und in den gesellschaftlichen Dialog
einspeist. Dabei übersieht sie nicht, dass der Sozialstaat für alle Bürgerinnen und Bürger sorgen muss, in besonderer Weise
aber für die Schwachen.
|
|