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Nach Auffassung der Kirche vollzieht sich Bildung in einem Spannungsbogen von Freiheit und Verantwortung. Leitgedanke und
Zielorientierung alles Handelns der Kirche im Bildungsbereich ist "Menschwerdung in Solidarität". Der einzelne Mensch kann
nur zu sich selber kommen, wenn er mit Anderen Gemeinschaft hält und deren Fragen sich zu eigen macht. Dabei hebt der Bildungsbegriff
auf die Erfahrungs- und Urteilsfähigkeit des Menschen, auf sein Selbst- und Weltverständnis ab, das sich aufgrund von Wissen
und Einsicht gebildet hat. Bildung ist zwar durch andere Menschen anzuregen und zu unterstützen, aber letztlich von der Eigenaktivität
des zu Bildenden abhängig. Während Erziehung als komplementärer Begriff zu Bildung mehr von einer Außeneinwirkung von Menschen
auf den zu Erziehenden ausgeht, meint Bildung stärker den inneren Entfaltungsprozess, also das, was der Mensch aus sich selber
macht. Deshalb stellt sich kirchliche Bildungsarbeit besonders die Befähigung zu vernünftiger Selbstbestimmung, zur Freiheit
des Denkens, Urteilens und Handelns als Aufgabe.
Ausbildung, Bildung und Fortbildung bestimmen in einer Gesellschaft lebenslangen Lernens die Lebenschancen der Menschen. Sie
sind die Basis für die Weiterentwicklung der Gesellschaft.
Die kirchlichen Träger sozialer Dienste und Einrichtungen stehen in einer besonderen der Verantwortung, den Anspruch ihres
christlichen Profils glaubwürdig in der Ausgestaltung interner Arbeitsbedingungen und arbeitsrechtlicher Regelungen, in der
Entwicklung einer an der Würde und Selbstbestimmung der Menschen orientierten Fachlichkeit, in Personalführung und Personalentwicklung,
in Unternehmenskultur im weitesten Sinne umzusetzen. Deshalb ist ihr Engagement in der Ausbildung, Bildung und Fortbildung
ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unerlässlich.
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