Landes-Caritasverband Bayern e.V. - Gemeindecaritas

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Gemeindecaritas


Ziele
Leistungsangebote der Caritas in Bayern
Adressen in Ihrer Nähe
Aktuelles
Zahlen
Positionen und Stellungnahmen
Dienstleistungen des Landes-Caritasverbandes
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

"Die in der Gottesliebe verankerte Nächstenliebe ist zunächst ein Auftrag an jeden einzelnen Gläubigen, aber sie ist ebenfalls ein Auftrag an die gesamte kirchliche Gemeinschaft, und dies auf all ihren Ebenen: von der Ortsgemeinde über die Teilkirche bis zur Universalkirche als ganzer. Auch die Kirche als Gemeinschaft muss Liebe üben." (Papst Benedikt XVI., Enzyklika Deus Caritas est, 2006, Nr. 20).

Der Dienst der Caritas gehört wie die Verkündigung des Glaubens und der Gottesdienst zum Lebensvollzug der Kirche auf allen Ebenen. Neben der individuelle Hilfe für Menschen in Not sieht der Caritasverband in der Unterstützung und Befähigung der Pfarrgemeinden zu diakonischem Handeln (genannt "Gemeindecaritas) eine seiner zentralen Aufgaben.

Ziele

Der Caritasverband will das Bewusstsein für soziale Herausforderungen in der Pfarrgemeinde wecken, das Füreinander und Miteinander in den Pfarrgemeinden stärken und das ehrenamtliche Engagement fördern.

Der Fachdienst Gemeindecaritas legt sein besonderes Augenmerk auf die Verbesserung der Lebensqualität im jeweiligen Sozialraum. Er fördert den Auf- und Ausbau sozialer Netzwerke, gemeindlicher Hilfs- und Solidaritätsstrukturen und unterstützt die Pfarrgemeinden bei der Wahrnehmung ihres diakonischen Auftrages.

Der Fachdienst Gemeindecaritas leistet einen besonderen Beitrag zur Gestaltung der Diakonie der Kirche, indem er berufliche und ehrenamtliche Aktivitäten der Caritas vernetzt und damit ein wesentliches Bindeglied zwischen gemeindlicher und verbandlicher Caritas und anderen Akteuren im lokalen Lebensraum darstellt.

Leistungsangebote der Caritas in Bayern

Die Caritasverbände in Bayern

  • beraten die Pfarrgemeinden beim Aufbau ehrenamtlicher Dienste wie zum Beispiel Altenclubs, Besuchsdienste bei alten, kranken, behinderten Menschen, Hospizgruppen, Selbsthilfegruppen,
  • bieten fachliche und religiöse Fortbildungen für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Pfarrgemeinden und für Pfarrgemeinderäte an,
  • bieten fachliche Unterstützung bei lebensräumlicher Projektarbeit,
  • fördern den Auf-und Ausbau sozialer Netzwerke und gemeindlicher Hilfs-und Solidaritätsstrukturen,
  • organisieren Tage des Ehrenamts in Pfarrgemeinden und Dekanaten.


Adressen in Ihrer Nähe

Adressen der Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Gemeindecaritas bei den Caritas-Kreisverbänden in Bayern finden Sie hier

Aktuelles

Vereinrecht: Neue Informationen zum Vereinsrecht, zum Beispiel zur Haftung für Vereinsvorstände, hat das Bundesjustizministerium ins Internet gestellt. (2009)

Wertgutachten: Jeder in Bürgerschaftliches Engagement investierte Euro stiftet einen Nutzen von sieben Euro. Das ergab ein Wertgutachten der Katholischen Stiftungsfachhochschule München. Untersucht wurden vielfältige Felder des Engagements, von der Nachbarschaftshilfe und Beratungsdiensten über Selbsthilfegruppen bis hin zu kulturellem Engagement und Freiwilliger Feuerwehr. Eine Zusammenfassung des Gutachtens finden Sie hier. (Juni 2008)




Ehrenamtsnachweis: In Bayern ist ein Ehrenamtsnachweis geplant. Ein solcher Nachweis ist ein Dank der Engagementor­ganisationen für die bei ihnen ehrenamtlich, frei­willig und bürgerschaftlich Tätigen und gleichzeitig Motivation. Er kann außerdem zur Vorlage bei Bewerbungen dienen. Rechtliche Ansprüche an die Aussteller sind daraus nicht ableitbar. Initiiert wurde der "Ehrenamtsnachweis Bayern. Enga­giert im sozialen Bereich" vom Katholischen Deutschen Frauenbund, Landesverband Bayern und dem Landes-Caritasverband Bayern. Staats­ministerin Christa Stewens hat diese Initiative in ihrer Jahrespressekonferenz am Januar 2008 be­grüßt und die Unterstützung ihres Hauses zuge­sagt. Das Konzept wird in einem Workshop am 30. April 2008 mit den anderen Verbänden aus dem Sozi­albereich, den Bayerischen Staatsministerien, den kommunalen Spitzenverbänden und den Wirt­schaftsverbänden mit der Bitte um Diskussion und Mitarbeit vorgestellt. Informationen: bernd.hein@caritas-bayern.de (April 2008)

 

Forschungsprojekt "Diakonie im Lebensraum: Kirchengemeinden können durch sozia­les Engagement ihr lokales Profil schär­fen und neue ehrenamtliche Kräfte gewin­nen. Das ergab eine Studie, die der Deutsche Caritasverband (DCV) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) in Auftrag gegeben hatten und die am 12. März 2008 in Berlin präsentiert wurde. Anwesend war der ge­samte Vorstand des DCV. Caritatives Enga­gement von Kirchengemein­den hat nach den Ergebnissen der Studie hohen Nutzen für die Menschen in Not und die Gemeindeentwicklung. In der Studie sind auch fünf Projekte aus Bayern untersucht worden. Die Nachbarschaftshilfe im Pfarrverband München-Westend begleitet und unterstützt Menschen, die aus altersbe­dingten oder gesundheit­lichen Gründen Hilfe brauchen. Im Bamberger Stadtteil Gereuth haben Caritas und Pfarrei einen Stadtteiltreff eingerichtet. Der Besuchsdienst der Pfar­rei Verklärung Christi in Forchheim organisiert Begrüßungsbesuche bei neuzugezoge­nen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Die Caritas Oberallgäu hat mit Pfarrgemeinden und Kommunen in Sontho­fen und Immenstadt eine Wärmestube, einen Bürgertreff, einen Sozialladen und eine Freiwilligenagentur gegründet. In Kitzingen haben sich vier Pfar­reien zur Initiative "Eine Stunde Zeit" zusammengeschlossen, um Kinder zu betreuen, pflegende Angehörige zu entlasten, Kranke zu besuchen, kleine handwerkliche Hilfen zu leisten und mit behin­derten Menschen spazieren zu gehen. Allein in diesen fünf Projekten sind rund 100 Personen ehrenamtlich tätig. In der Studie wurde festgestellt, dass alle untersuchten Projekte mit einem vergleichsweise geringen finanziellen Auf­wand eine verblüffend hohe Reichweite erzielt hätten. (März 2008)

Freiwilligenmanagement: Das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement bietet in Zusammenarbeit mit dem Landes-Caritasverband und der Hans-Seidel Stiftung Fortbildungen zum Freiwilligenmanagement an. (2009)

Neues Gesetz: Der Landes-Caritasverband Bayern hat das am 6. Juli 2007 vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements begrüßt. Die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement in der Zivilgesellschaft wurden in vielen Punkten verbessert. Dies wird Frauen und Männer darin bestärken, sich auch weiterhin für das Allgemeinwohl einzusetzen. Nähere Informationen finden sie hier. (Juli 2007)

Bayerische Ehrenamtsversicherung: Zum 1. April 2007 sind mit der Bayerischen Ehrenamtsversicherung ein Sammel- Haftpflicht- und ein Sammel-Unfallversicherungsvertrag für ehrenamtlich/freiwillig Tätige in Kraft getreten. Die Versicherung ist antrags- und beitragsfrei. Die Kosten trägt der Freistaat Bayern. (April 2007)

Zufriedenheit bei Ehrenamtlichen in Kirche und Caritas: Anderen Menschen helfen, etwas Sinnvolles tun, Neues lernen und nützliche Erfahrungen machen sind wesentliche Motive für ehrenamtliches Engagement bei der Caritas. In einer in dieser Woche in Köln vorgelegten Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach wird deutlich, was Menschen bewegt, sich ehrenamtlich zu engagieren. Im Auftrag des Deutschen Caritasverbandes (DCV) waren im April 2006 in einer mündlichen und persönlichen Befragung 875 Personen interviewt worden, die sich aktuell in Einrichtungen und Diensten der Caritas und in Pfarrgemeinden ehrenamtlich engagieren. Deutlich wurde, dass die Ehrenamtlichen der Caritas in hohem Maße durch eine enge Verbundenheit zu Kirche und Glauben geprägt sind (60 Prozent). Personen, die seit wenigen Jahren ehrenamtlich tätig sind betonen stärker den Wunsch, sozial etwas bewegen und verändern zu wollen. Darunter engagieren sich auch Personen sozial in Diensten und Einrichtungen der Caritas, die bekunden, sie seien in geringem Maße der Kirche verbunden. Über 70 Prozent aller Befragten sehen in ihrem Engagement eine gesellschaftlich relevante Tätigkeit, die dem eigenen Leben Sinn gibt. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Tun ist außerordentlich hoch, ebenso das Gefühl, dass die Arbeit von den Hauptamtlichen geschätzt wird. Jeder fünfte ehrenamtlich Mitwirkende ist bereit, noch mehr Zeit in sein Ehrenamt zu investieren. Ergänzend zur Befragung durch das Allensbach-Institut wurden von Johann Michael Gleich, Professor an der Katholischen Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Köln, Interviews zu Motiven, Erfahrungen und Erwartungen mit 60 Ehrenamtlichen durchgeführt. Deutlich wurde, dass die Ehrenamtlichen in der Caritas keine einheitliche Gruppe darstellen. Dies erfordert zukünftig eine differenzierte Ansprache des Verbandes, die deutlich macht, in welchen Bereichen das Ehrenamt benötigt wird und welche gegenseitiges Erwartungen bestehen. Näheres: eugen.baldas@caritas.de (März 2007)

Ehrenamtsportal: Die Diözesan-Caritasverbände in Augsburg und Bamberg bieten Menschen, die sich für ein freiwilliges Engagement im sozialen Bereich interessieren, eine umfassende Plattform im Internet, ein Ehrenamtsportal mit Informationen und Kontaktmöglichkeiten. Interessierte haben die Möglichkeit ein Projekt nach einem Themenschwerpunkt, nach regionalen Gesichtspunkten oder einfach nach dem Ihnen zur Verfügung stehenden Zeitkontingent auszuwählen (November 2006).

 
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Eckpunkte (pdf-Dokument)
 

Kontaktstelle Caritas: Der Münchner Diözesan-Caritasverband hat ein Projekt Projekt "Kon­taktstelle Caritas" vorgestellt. Das Projekt gliedert sich in die Aspekte:

  • Weitergabe von Informationen über das Cari­tas-Zentrum an die Pfarreien (Info-Ordner).
  • Anregung von institutionalisierten Kontakten zwischen Caritas und Pfarreien (persönlicher Kontakt zur Übergabe des Ordners und zur Erklärung des Projekts).
  • Zügige und fachlich saubere Weitervermitt­lung an Dienste der Caritas bei Anfragen bei den Pfarreien.
  • Angebot von Schulungen für Mitarbei­ter(innen) in den Pfarreien.
  • Strukturelles Zusammenwachsen von Pfar­reien und Caritas unter dem Überbegriff der Diakonie (regelmäßige Treffen).
  • Sichtbarmachen für Ratsuchende durch ein Schild "Kontaktstelle Caritas".

    Das Projekt lebt davon, die Kooperation zwischen Cari­tas und Pfarreien zum Thema zu machen und umzu­setzen. Die Betonung liegt neben einer kompetenten Weitervermittlung Ratsuchender auf dem Schwer­punkt, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und Kooperationen auszubauen.
    Informationen: Michael Tauchert, mtauchert@caritasmuenchen.de (Januar 2006)



Weitere Informationen zum Bereich Ehrenamt im Arbeitsbereich Bürgerschaftliches Engagement.

 
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Ehrenamtsstatistik (pdf-Dokument)
 

Zahlen

In den katholischen Pfarrgemeinden in Bayern sind rund 107.000 Frauen und Männer regelmäßig ehrenamtlich im sozial-caritativen Bereich tätig. Es gibt rund 22.600 Gruppen ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine Übersicht erhalten Sie hier.

Positionen und Stellungnahmen

Zur Gemeindecaritas liegen folgende Positionen und Stellungnahmen vor.

Deutscher Caritasverband

Eckpunkte für den Fachdienst Gemeindecaritas im Deutschen Caritasverband (2002)

Landes-Caritasverband Bayern

Freiwilliges, ehrenamtliches Enagement in der bayerischen Caritas: Positionspapier des Landes-Caritasverbandes vom Juli 2009.


Ehrenamtsstatistik der katholischen Pfarrgemeinden in Bayern.


Dienstleistungen des Landes-Caritasverbandes

Der Landes-Caritasverband Bayern

  • arbeitet mit an der fachlichen und organisatorischen Weiterentwicklung der Gemeindecaritas durch Tätigkeit in entsprechenden Gremien des Deutschen Caritasverbandes,
  • vertritt die sieben bayerischen Diözesan-Caritasverbände in bundesweiten Gremien,
  • organisiert die Fachkonferenz der Referentinnen und Referenten für Gemeindecaritas der sieben bayerischen Diözesan-Caritasverbände,
  • organisiert bayernweite Fachtage für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gemeindecaritas.


Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Zuständig für Gemeindecaritas beim Landes-Caritasverband Bayern ist der Diplom-Theologe und Diplom-Soziologe Bernd Hein.
bernd.hein@caritas-bayern.de

In den sieben bayerischen Diözesan-Caritasverbänden sind folgende Referentinnen und Referenten für Gemeindecaritas zuständig:

Augsburg
Dietmar Bauer: d.bauer@caritas-augsburg.de
Bamberg
Peter Grau: peter.grau@caritas-bamberg.de
Eichstätt
Karl Ferstl:karl.ferstl@caritas-eichstaett.de
München und Freising
Michael Tauchert: mtauchert@caritasmuenchen.de
Passau
Peter Oberleitner: oberleitner@caritas-passau.de
Regensburg
Maria Plank: m.plank@caritas-regensburg.de
Würzburg
Klaus Korbmann: korbmannk@caritas-wuerzburg.de