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Schuldner-und Insolvenzberatung
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Ziele Leistungsangebote der Caritas in Bayern Adressen in Ihrer Nähe Aktuelles Zahlen Positionen und Stellungnahmen Dienstleistungen des Landes-Caritasverbandes Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Links
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Arbeitslosigkeit, Trennung und Scheidung, sinkende Realeinkommen, gescheiterte Selbständigkeit, mangelndes Finanzwissen und
verlockend erscheinende Finanzierungsangebote haben dazu beigetragen, dass heute über drei Millionen Menschen in Deutschland überschuldet sind. Bei überschuldeten Personen übersteigen die Ausgaben dauerhaft die
Einnahmen. Rechnungen für Miete, Strom, Telefon oder Versicherungsbeiträge bleiben unbezahlt. Der Schuldenberg wird immer
höher. Mahngebühren und Zinsen bedrohen die Existenz. Die Betroffenen stürzen in immer größere Probleme.
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Die Schuldnerberatung richtet sich an Menschen, die durch ihre Überschuldungssituation in existentielle Not geraten sind. Die Mitarbeiter(innen)
in den Schuldnerberatungsstellen der bayerischen Caritas suchen mit ihren Klientinnen und Klienten nach Auswegen, indem sie
mit den Gläubigern verhandeln, Rückzahlungspläne erstellen oder wenn notwendig weitere Hilfen der Caritas vermitteln.
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Seit Anfang 1999 in Kraft ist das Insolvenzrecht bundesweit in Kraft getreten. Nach einer siebenjährigen Wohlverhaltensperiode, in der jeder Euro über der Pfändungsgrenze
zur Rückzahlung genutzt wird, können die Restschulden gestrichen werden. Die meisten Schuldnerberatungen der Caritas haben
die offizielle Anerkennung, um in diesem Verfahren mit den Gläubigern einen Rückzahlungsplan zu vereinbaren.
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Vorrangig ist die psychische, soziale und wirtschaftliche Stabilisierung der Ratsuchenden. Sie sollen in die Lage versetzt
werden, ihre schwierige Lebenssituation selbständig bewältigen zu können.
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Schuldnerberatung soll die ver- und überschuldeten Bürgerinnen und Bürger ermutigen, die anstehenden Fragen und Probleme konstruktiv
in Angriff zu nehmen. Hierzu gehört Krisenintervention zur Existenzsicherung, präventiver Schuldnerschutz und eine effektive
Vernetzung der Hilfsangebote.
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Gemeinsam mit den Betroffenen gilt es, einen Hilfeplan zu entwickeln, um eine Reduzierung bzw. Tilgung der Schulden unter
Berücksichtigung der notwendigen Ausgaben für den Lebensunterhalt zu ermöglichen.
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Schuldnerberatung prüft Forderungen auf ihre Rechtmäßigkeit, verhandelt mit Gläubigern, hilft bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen.
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Darüber hinaus sind die Betroffenen in der Beratung dahingehend zu unterstützen, eine erneute Überschuldung zu vermeiden.
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Schuldnerberatung unterstützt Menschen, die, bedingt durch Überschuldung, ein Verbraucherinsolvenzverfahren einleiten möchten.
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Die Caritas unterhält in Bayern 34 Schuldnerberatungsstellen mit 89 Mitarbeitenden, die teilweise auch Insolvenzberatung anbieten.
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Adressen der Caritas-Schuldnerberatungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.
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Sollte es keine Schuldnerberatungsstelle an Ihrem Wohnort oder in Ihrem Landkreis geben, wenden Sie sich bitte an die Allgemeine Sozialberatung der Caritas.
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2008: Der Landkreis Eichstätt (Oberbayern) hat mit vier Prozent die bundesweit niedrigste Quote von überschuldeten Privatpersonen.
Das hat der von der Wirtschaftsorganisation Creditreform zusammengestellte Schulden-Atlas 2008 ergeben. Der Geschäftsführer
der Caritas-Kreisstelle Eichstätt, Gerhard Bauer nannte in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung vom 10. November 2008
als Gründe die niedrige Arbeitslosigkeit im Landkreis, die ländliche Umgebung mit einem Wertebewusstsein, das beim Ausgeben
von Geld eher zur Vorsicht neige sowie die gute Präventionsarbeit der Caritas schon in den Schulen. Informationen zum Schuldenatlas
finden Sie hier.
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2008: In Bayern hat es nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Jahr 2007 um 10,5 Prozent mehr Verbraucherinsolvenzen gegeben als 2006. Von den 14.970 beantragten Verfahren entfielen auf Verbraucher 10.962, auf ehemals Selbständige 3.603,
auf Nachlässe 317 und auf natürliche Personen, die als Gesellschafter tätig waren, 88. Die von den Gläubigern angemeldeten
Forderungen gegenüber den Schuldnern beliefen sich auf 1,7 Milliarden Euro, das sind im Durchschnitt rund 115.000 Euro pro
Schuldner. (April 2008)
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2008: Der Freistaat Bayern trägt dem steigenden Bedarf an Insolvenzberatung Rechnung und baut seine Leistungen für die Insolvenzberatung aus. 2008 wird der Freistaat - die Zustimmung des Bayerischen
Landtags vorausgesetzt - seine Mittel zur Finanzierung der Insolvenzberatungsstellen in Bayern verdoppeln und 3,8 Millionen
Euro zur Verfügung stellen. Das teilte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens mit. Der Haushaltsansatz für die Förderung
der Insolvenzberatung stieg in den letzten Jahren kontinuierlich an, von 1.649.000 Euro im Jahr 2004 auf 1.749.600 Euro in
den Jahren 2005 und 2006 und schließlich auf 1.900.000 Euro im Jahr 2007. Im Entwurf des Nachtragshaushalts 2008 ist nun die
Verdoppelung auf 3.800.000 Euro vorgesehen. (Januar 2008)
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2007: Nach dem SchuldnerAtlas 2007 weist Bayern mit 7,8 Prozent bundesweit die niedrigste Schuldnerquote auf. Aber auch in Bayern ist die Zahl der überschuldeten
Personen in den letzten Jahren stark gestiegen - von 720.000 im Jahr 2004 auf 790.000 im Jahr 2007. Die Anträge auf Restschuldbefreiung
sind von 480 im Jahr 1999 auf fast 10.000 im Jahr 2006 angestiegen. So Sozialminsterin Christa Stewens (Dezember 2007)
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2006: Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen steigt immer mehr an. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL vom 22.12.2006 stieg die Zahl von 21.500 im Jahr 2002
auf 33.500 im Jahr 2003, auf 49.100 im Jahr 2004, auf 68.900 im Jahr 2005 und auf geschätzte 89.700 im Jahr 2006. Mit eine
Ursache für die Überschuldung sei, so DER SPIEGEL, die leichtfertige Vergabe von Konsumentenkrediten durch Banken. So werde
mit geringen Zinssätzen gelockt, die aber durch Bearbeitungsgebühren und Restschuldversicherungen real zum Teil auf 20 Prozent
anstiegen.(Dezember 2006)
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2006: Die Schuldenprävention soll nach Auffassung der bayerischen Schuldnerberatungsstellen Thema im bayerischen Schulunterricht werden. Bayerns Schüler(innen)
müssten besser auf das Leben vorbereitet werden, sagte Regina Hinterleuthner (Caritas Augsburg), die Sprecherin der bayerischen
Schuldnerberatungsstellen bei deren Jahrestagung am 28. November 2006 in Augsburg. Immer mehr junge Menschen würden in die
Verschuldung abrutschen, weil sie zu schlecht gewappnet seien für die komplizierte Finanzwelt und auf verführerische Werbung
hereinfielen. Es reiche nicht aus, theoretisch über das Wirtschaften zu sprechen, die Lehrinhalte müssten sich nach der Frage
ausrichten, "wie muss ich persönlich mit dem Geld umgehen, damit ich ohne Schulden über die Runden komme". Im Mittelpunkt
der Tagung stand in diesem Jahr die Schuldenprävention. (November 2006)
2006: In Deutschland steigt die Zahl überschuldeter privater Haushalte weiter an. Das zeigt der Schuldneratlas 2006, den der Wirtschaftsauskunftsdienstleister Creditreform am 2. November 2006 veröffentlichte. Mittlerweile ist danach
mehr als jeder zehnte Haushalt verschuldet. Die Schuldnerquote hat gegenüber dem Vorjahr von 10,43 Prozent auf 10,68 Prozent zugenommen. Im oberbayerischen Landkreis Eichstätt sind im
Bundesvergleich mit 4,16 Prozent die wenigsten Haushalte überschuldet, auf Kreisebene folgen weitere neun bayerische Landkreise.
Der am meisten überschuldete deutsche Landkreis ist Bremerhafen mit 20,68 Prozent. Das Tempo der Überschuldung hat allerdings
abgenommen. Creditreform hat herausgefunden, dass sich in Kommunen und Landkreisen, die eine gute Schuldnerberatung vorhalten,
die Zahl der Überschuldungen sinkt. (November 2006)
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7,6 Prozent der erwachsenen Bürger(innen) in Bayern sind überschuldet; das heißt sie können ihre fälligen Verbindlichkeiten
nicht mehr bedienen. Die Arbeitsgemeinschaft der bayerischen Schuldnerberatung geht von rund 300.000 überschuldeten bayerischen
Haushalte aus. Die Schuldnerberatungsstellen der Caritas haben jährlich Kontakt zu rund 11.300 Personen. Detaillierte Zahlen finden Sie in
der Einrichtungsstatistik der Caritas in Bayern.
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Schuldenreport 2006: Der vom Verbraucherzentrale Bundesverband, dem Deutschen Roten Kreuz, dem Diakonischen Werk und dem Deutschen Caritasverband
herausgegebene Schuldenreport zeigt Hintergründe und Fakten, zur Problematik und welche Wege es gibt, damit Betroffene eine
zweite Chance erhalten. Er gibt eine Übersicht über Rechtsprechung und Gesetzeslage im Finanzdienstleistungsrecht, beim Kontopfändungsschutz,
beim Verbraucherinsolvenzverfahren und bei der Rechtsberatung. Er wurde als Nachschlagewerk und Arbeitsmittel für Politik,
Medien, Verwaltung, Wissenschaft und Beratungspraxis konzipiert.
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Der Landes-Caritasverband Bayern
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- arbeitet mit an der fachlichen und organisatorischen Weiterentwicklung der Schuldnerberatung und Insolvenzberatung durch Tätigkeit
in entsprechenden Gremien des Deutschen Caritasverbandes
- vertritt die sieben bayerischen Diözesan-Caritasverbände in Gremien
- organisiert die Fachkonferenz der Referentinnen und Referenten für Schuldnerberatung der sieben bayerischen Diözesan-Caritasverbände
- organisiert bayernweite Fachtage für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schuldnerberatung
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Mit der Wahrnehmung landesweiter Aufgaben hat der Landes-Caritasverband die Referentin für Schuldnerberatung beim Caritasverband
der Diözese Augsburg, Regina Hinterleuthner beauftragt.
In den sieben bayerischen Diözesan-Caritasverbänden sind folgende Referentinnen und Referenten für die Schuldnerberatung zuständig:
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Augsburg Regina Hinterleuthner: r.hinterleuthner@caritas-augsburg.de Bamberg Liselotte Schallenberg: liselotte.schallenberg@caritas-bamberg.de Eichstätt: Hans Wiesner: hans.wiesner@caritas-eichstaett.de München und Freising: Michael Tauchert: mtauchert@caritasmuenchen.de Passau: Helga Loibl: loebl@caritas-regen.de Regensburg:, Alfred Damberger: a.damberger@caritas-regensburg.de Würzburg: Bernhard Christof: christof@caritas-wuerzburg.de
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Bundesebene Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung: www.bag-sb.de/ Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände: www.agsbv.de/ Forum Schuldnerberatung: www.forum-schuldnerberatung.de/ Infodienst Schuldnerberatung: www.infodienst-schuldnerberatung.de
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