Landes-Caritasverband Bayern e.V. - Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt

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Arbeitsbereiche

Bürgerschaftliches Engagement, Ehrenamt

Ziele
Leistungsangebote der Caritas in Bayern
Adressen in Ihrer Nähe
Aktuelles
Zahlen
Positionen und Stellungnahmen

Dienstleistungen des Landes-Caritasverbandes
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner


"Ein wichtiges Phänomen unserer Zeit ist das Entstehen und die Ausbreitung verschiedener Formen des Volontariats, die eine Vielfalt von Dienstleistungen übernehmen. An alle, die sich in unterschiedlicher Form an diesen Aktivitäten beteiligen, möchte ich ein besonderes Wort der Anerkennung und der Dankbarkeit richten." (Papst Benedikt XVI., Enzyklika Deus Caritas est, 2006, Nr. 30)

Besuche bei alten, kranken und behinderten Menschen, Organisation von Altenclubs, PC-Stammtischen für Senior(inn)en oder Sprachkursen für Kinder mit Migrationshintergrund, Babysitting, Mitarbeit im Vorstand des katholischen Kindergartens oder Caritas-Kreisverbandes, Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen, Bau eines Kinderspielplatzes durch Mitarbeitende eines Unternehmens: Die Möglichkeiten, sich bei der Caritas oder der Pfarrgemeinde ehrenamtlich sozial zu engagieren, ist fast unerschöpflich.

Die Caritas weckt und fördert ehrenamtliches und Bürgerschaftliches Engagement in jeder Form. Denn es ist Ausdruck christlicher Nächstenliebe und der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Bürgerschaftliches Engagement ist Ausdruck demokratischer Gesinnung und eine wichtige Grundlage für das Funktionieren des Staatswesens und der Gesellschaft. In ihm kommt der Wunsch zum Ausdruck, die Gestaltung der gesellschaftlichen Lebensumgebung nicht allein dem Staat zu überlassen. Freiwilliges Engagement reißt verkrustete Strukturen in Staat und Gesellschaft auf und entfaltet innovatorische Kompetenz.
Eine besondere Form ehrenamtlichen Engagements ist die Mitarbeit in den Pfarrgemeinden ist die Gemeindecaritas.

Die Caritas in Bayern steht neuen Formen von Bürgerschaftlichem Engagement aufgeschlossen gegenüber. So wurden in den letzten Jahren rund 20 Freiwilligenzentren (www.lagfa-bayern.de) im Freistaat gegründet, die mit neuen Formen ehrenamtliches Engagement wecken und fördern. Sie unterstützen Menschen, die sich freiwillig engagieren möchten, eine passende Tätigkeit für sich zu finden, vermitteln interessierte Bürgerinnen und Bürger in geeignete Tätigkeiten in den Bereichen Soziales, Kultur, Bildung, Umwelt, Kirche und Politik und beraten gemeinnützige Organisationen, Projekte und Initiativen, die mit Freiwilligen arbeiten möchten.
Die Bedeutung der Selbsthilfe hat in den letzten Jahren zugenommen. Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Menschen mit ähnlichen Problemen oder Anliegen im gesundheitlichen und sozialen Bereich. Mitglied im Caritasverband sind zum Beispiel Gruppen der Verwaisten Eltern, des Kreuzbundes (Selbsthilfe-und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige) und der Behindertenfraternität. Der Freistaat Bayern hat eine Selbsthilfekoordination Bayern (www.seko-bayern.de) eingerichtet.

Immer mehr Großkonzerne, aber auch mittlere und kleinere Unternehmen und Betriebe, engagieren sich für die Bürgergesellschaft und im Sozialbereich (Corporate Citizenship). Die Caritas bietet ihnen ihre Zusammenarbeit an. Prof. Dr. André Habisch, Professor für Christliche Sozialwissenschaft der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, hat ein Center for Corporate Citizenship gegründet.

Ziele

Die Caritas achtet das eigene Charisma, die Selbständigkeit, den Eigenwert und die Eigenverantwortung von Selbsthilfe und bürgerschaftlichem, ehrenamtlichem Engagement. Sie bietet sich an für die fachliche Beratung, Begleitung und Fortbildung.

Leistungsangebote der Caritas in Bayern

Die Caritasverbände in Bayern

  • beraten im Rahmen der Gemeindecaritas die Pfarrgemeinden beim Aufbau ehrenamtlicher Dienste wie zum Beispiel Altenclubs, Besuchsdienste bei alten, kranken, behinderten Menschen, Hospizgruppen, Selbsthilfegruppen,
  • beraten beim Aufbau von Freiwilligenzentren, Selbsthilfegruppen und, im Rahmen eines Corporate Citizenship, Kontakt zu Unternehmen,
  • bieten fachliche und religiöse Fortbildungen für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
  • bieten fachliche Unterstützung bei lebensräumlicher Projektarbeit,
  • fördern den Auf-und Ausbau sozialer Netzwerke und gemeindlicher Hilfs-und Solidaritätsstrukturen,
  • organisieren Tage des Ehrenamts.


Adressen in Ihrer Nähe

Adressen der Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Bürgerschaftliches Engagement bei den Caritas-Kreisverbänden in Bayern finden Sie hier.


Aktuelles

Freiwilligendienst aller Generationen:  Die Caritasverbände Bamberg, Kempten, Miltenberg und München gehören zu den Siegern eines bundesweiten Wettbewerbs, den das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ausgeschrieben hatte, um das freiwillige Engagement aller Generationen zu fördern. Ziel des Programms ist insbesondere die verstärkte Einbindung des Erfahrungswissens Älterer, die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an bürgerschaftliches Engagement und die Integration von Migrantinnen und Migranten. Außerdem sollen Frauen und Männern in der Erwerbs- und in der Familienphase im Rahmen der Freiwilligendienste angesprochen werden. Die vier Projekte werden vom Landes-Caritasverband koordiniert und vom Bund drei Jahre lang mit jeweils 50.000 Euro pro Jahr gefördert. (Dezember 2008)

Ehrenamtsportale: Einige Diözesan-Caritasverbände haben Internetbörsen eingerichtet. Die Caritas in Bamberg bietet Menschen, die sich für ein freiwilliges Engagement im sozialen Bereich interessieren, eine umfassende Plattform mit Informationen und Kontaktmöglichkeiten. Interessierte haben die Möglichkeit ein Projekt nach einem Themenschwerpunkt, nach regionalen Gesichtspunkten oder einfach nach dem ihnen zur Verfügung stehenden Zeitkontingent auszuwählen. Ein weiteres Ehrenamtsportal gibt es in Augsburg.



Vereinrecht: Neue Informationen zum Vereinsrecht, zum Beispiel zur Haftung für Vereinsvorstände, hat das Bundesjustizministerium ins Internet gestellt. (2009)

Freiwilligenmanagement: Das Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement bietet in Zusammenarbeit mit dem Landes-Caritasverband und der Hans-Seidel Stiftung Fortbildungen zum Freiwilligenmanagement an. (2009) 

Wertgutachten: Jeder in Bürgerschaftliches Engagement investierte Euro stiftet einen Nutzen von sieben Euro. Das ergab ein Wertgutachten der Katholischen Stiftungsfachhochschule München. Untersucht wurden vielfältige Felder des Engagements, von der Nachbarschaftshilfe und Beratungsdiensten über Selbsthilfegruppen bis hin zu kulturellem Engagement und Freiwilliger Feuerwehr. Eine Zusammenfassung des Gutachtens finden Sie hier. (Juni 2008)

Ehrenamt und Freie Wohlfahrtspflege: Die Bedeutung des Ehrenamtes, der Selbsthilfe und des Bürgerschaftlichen Engagments für die Freie Wohlfahrtspflege hat der Geschäftsführer der Landes-Arbeitsgemeisnchaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern und Verwaltunsgdirektor des Landes-Caritasverbands Bayern, Wilfried Mück betont. Bei einem Workshop zum "Ehrenamtsnachweis Bayern" am 30. April 2008 in München verwies Mück auch auf die hohe Zahl von 400.000 engagierten Ehrenamtlichen bei den bayerischen Wohlfahrtsverbänden und Kirchengemeindnen. Die Rede finden Sie hier. (April 2008)

Ehrenamtsnachweis: In Bayern ist ein Ehrenamtsnachweis geplant. Ein solcher Nachweis ist ein Dank der Engagementor­ganisationen für die bei ihnen ehrenamtlich, frei­willig und bürgerschaftlich Tätigen und gleichzeitig Motivation. Er kann außerdem zur Vorlage bei Bewerbungen dienen. Rechtliche Ansprüche an die Aussteller sind daraus nicht ableitbar. Initiiert wurde der "Ehrenamtsnachweis Bayern. Enga­giert im sozialen Bereich" vom Katholischen Deutschen Frauenbund, Landesverband Bayern und dem Landes-Caritasverband Bayern. Staats­ministerin Christa Stewens hat diese Initiative in ihrer Jahrespressekonferenz am Januar 2008 be­grüßt und die Unterstützung ihres Hauses zuge­sagt. Das Konzept wird in einem Workshop am 30. April 2008 mit den anderen Verbänden aus dem Sozi­albereich, den Bayerischen Staatsministerien, den kommunalen Spitzenverbänden und den Wirt­schaftsverbänden mit der Bitte um Diskussion und Mitarbeit vorgestellt. Informationen: bernd.hein@caritas-bayern.de (April 2008)

Neues Gesetz: Der Landes-Caritasverband Bayern hat das am 6. Juli 2007 vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements begrüßt. Die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement in der Zivilgesellschaft wurden in vielen Punkten verbessert. Dies wird Frauen und Männer darin bestärken, sich auch weiterhin für das Allgemeinwohl einzusetzen. Die Anhebung der Übungsleiterpauschale auf 2.100 Euro und die Einführung einer Aufwandspauschale für alle nebenberuflich im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich Engagierten in Höhe von bis zu 500 Euro sind wichtige Zeichen der Anerkennung ehrenamtlichen Engagements. In der Anhebung der Höchstgrenze für die zusätzliche steuerliche Begünstigung von Spenden in den Vermögensstock von Stiftungen sieht die einen positiven Anreiz für eine nachhaltige Stärkung des Stiftungswesens in Deutschland. Positiv bewertet die Caritas auch die Anhebung der Spendenabzugsfähigkeit auf 20 Prozent sowie den mit einer Öffnungsklausel versehenen Katalog der gemeinnützigen Zwecke. Zukünftig wird eine von den obersten Finanzbehörden der Länder zu benennende zentrale Stelle entscheiden, ob ein Vereinszweck, der nicht im Katalog der Abgabenordnung aufgeführt ist, gemeinnützig ist oder nicht. Damit ist der Gesetzgeber einer wichtigen Forderung des DCV nachgekommen, der sich gegen einen abschließenden Katalog gemeinnütziger Zwecke in der Abgabenordnung ausgesprochen hatte. Mit Blick auf die stetige Veränderung der Gesellschaft ist nach Ansicht der Caritas im Interesse der Weiterentwicklung der Angebote gemeinnütziger Arbeit ein offener Gemeinnützigkeitstatbestand unerlässlich. Die von Finanzminister Peer Steinbrück vorgeschlagene Steuerermäßigung in Höhe von 300 Euro im Jahr für bestimmte unentgeltliche Tätigkeiten im mildtätigen Bereich (so genannte Zeitspenden) wurde leider nicht in das Gesetz aufgenommen. Hier sieht die Caritas noch Entwicklungsmöglichkeiten, da die Berücksichtigung von Zeitspenden ein deutliches Zeichen der Anerkennung für die Menschen ist, die neben ihren familiären und beruflichen Verpflichtungen bereit sind, durch ihren freiwilligen Einsatz die Gesellschaft zu bereichern. (Juli 2007)

Bayerische Ehrenamtsversicherung: Zum 1. April 2007 sind mit der Bayerischen Ehrenamtsversicherung ein Sammel- Haftpflicht- und ein Sammel-Unfallversicherungsvertrag für ehrenamtlich/freiwillig Tätige in Kraft getreten. Die Versicherung ist antrags- und beitragsfrei. Die Kosten trägt der Freistaat Bayern. (April 2007)

Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen: Für eine engere Zusammenarbeit zwischen der Freien Wohlfahrtspflege und der Wirtschaft hat sich Landes-Caritasdirektor Prälat Karl-Heinz Zerrle ausgesprochen. Bei den 17. Benediktbeurer Management-Gesprächen sagte er: "Wirtschaft und Sozialbereich stehen sich noch immer gegenüber ohne großen Kontakt, oft mit beidseitigen Vorbehalten bzw. Vorurteilen. Das hat Nachteile für beide Bereiche und für den Zusammenhalt der Gesellschaft als Ganzer. Im Sozialbereich bleiben Chancen für Sponsoring und ehrenamtliches Engagement ungenützt. In der Wirtschaft kann soziale Sensibilität verloren gehen. Die Wirtschaft ist für den Menschen da, nicht umgekehrt. Das ist ein Grundsatz der Katholischen Soziallehre immer gewesen." Bürgerschaftliches Engagement, Geldspenden, soziales Engagement von Unternehmen in welcher Form auch immer seien in der Freien Wohlfahrtspflege willkommen, sie könnten soziale Lücken schließen. Aber als freiwillige Leistungen seien sie gebunden an das persönliche Engagement von Vorständen oder Marketingdirektoren und abhängig von der jeweiligen finanziellen Situation des Unternehmens. Sie könnten niemals die verlässliche Hilfe ersetzen, die der Staat im Rahmen des grundgesetzlich verankerten Sozialstaatsprinzips zu garantieren habe. Das müsse man Politikern sagen, die dächten, hier könne der Staat Geld einsparen. Zerrle ermutigte die Unternehmen, ihre Projekte auszudehnen: "Aber wenn sie draußen Gutes tun, dann werden sie von ihren Mitarbeitern drinnen daran gemessen. Das sollen sie bedenken. Soziale Verantwortung müssen Unternehmen nicht nur durch externe Projekte zeigen, sondern auch intern sozial gegenüber ihren Mitarbeitern handeln. Nur eigene hohe soziale Standards fördern die Glaubwürdigkeit." Die Projekte müssten auf beiden Seiten eingebunden sein in die Mitarbeiterschaft. Das stärke das Engagement aller. Die Projekte setzten Partnerschaft zwischen den beiden Seiten voraus. Unternehmen sollten fragen: Was braucht der andere? Die Konzepte sollte man zusammen entwickeln. Angesagt sei ein nachhaltiges Engagement, kurzfristige Highlights verpufften. Man braucht eine gemeinsame Strategie. (März 2007)

Ehrenamt im Bundesrat: Der Bundesrat hat am 30. März 2007 zum Gesetzentwurf zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements Stellung genommen. Mit diesem Entwurf will die Bundesregierung die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt verbessern. Zur Erreichung dieses Ziels schlägt der Bundesrat Änderungen und Ergänzungen des Entwurfs vor. So fordern die Länder unter anderem, die Steuerbefreiung auf die im kommunalen Bereich ehrenamtlich ausgeübten Tätigkeiten auszudehnen. Auch rechtliche Betreuerinnen und Betreuer sollen steuerlich begünstigt werden, da sie von der Erhöhung der Übungsleiterpauschale nicht profitieren und dadurch ein Gerechtigkeitsgefälle entstünde. Der Bundesrat spricht sich gegen den im Entwurf vorgesehenen abschließenden Katalog der steuerbegünstigten Zwecke für den Bereich der Gemeinnützigkeit aus. Wichtig sei es, flexibel auf gesellschafts- und sozialpolitische Entwicklungen reagieren zu können. Um Bürokratieaufwand zu verringern, soll nach dem Willen des Bundesrates eine Zuwendungsbestätigung zur steuerlichen Absetzung einer Spende erst ab einem Wert von über 200 Euro erforderlich sein. Soweit der Gesetzentwurf die Förderung von Kunst und Kultur als gemeinnützig anerkennt, sprechen sich die Länder für eine Konkretisierung des Kunstbegriffes aus. Zur Unterstützung der Stiftungsarbeit fordert der Bundesrat eine Erhöhung des Höchstbetrages für die Kapitalstockausstattung von momentan 750.000 auf eine Million Euro. (März 2007)

Initiative "10 plus 10": Mit seiner Initiative "10 plus 10" will der Freistaat Bayern das Bürgerschaftliche Engagements stärken. Der Freistaat knüpft damit an die Initiative des Bundesfinanzministers "Hilfen für Helfer" an, will sie aber erweiteren. (März 2007)

Fortbildung: Voll ausgebucht sind drei Fortbildungen, die das Landes-Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement (LBE) in Bayern hat den Wohlfahrtsverbänden eine zur Freiwilligenkoordination angeboten hat. Dabei werden Hauptamtliche in den Einrichtungen für den Umgang mit Ehrenamtlichen geschult werden. (Februar 2007)

Bayerischer Landtag vergab Bürgerkulturpreise: Für ihr besonderes Bürgerschaftliches Engagement hat Landtagspräsident Alois Glück am Freitag, 8.12.2006, vier bayerische Unternehmen mit dem Bürgerkultur-Preis des Landtags ausgezeichnet. Der Preis ist mit 26.000 Euro dotiert. Die Preise gingen an die Schreinerei Rupert Voß (Taufkirchen), die sich um jugendliche Straftäter kümmert, an die Pharmafirma betapharm Arzneimittel GmbH (Augsburg), die ein Nachsorgenetz für chronisch kranke Kinder unterhält sowie an die Werbeagenturen symbiosys² (Friedberg) und Xynias, Wetzel (München), die ehrenamtlich die Öffentlichkeitsarbeit von sozialen Einrichtungen begleiten. (Dezember 2006)

Hilfen für Helfer: Das Bundesministerium der Finanzen hat im Dezember die Eckpunkte der Initiative "Hilfen für Helfer" veröffentlicht. Bei der Initiative "Hilfen für Helfer" geht es darum, diejenigen in unserem Land zu unterstützen, die mit ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement einen wesentlichen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft leisten. Wir werden dazu das Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht großzügiger regeln und Spender, Stiftungen, Vereine, Übungsleiter und schlicht die Menschen, die sich engagieren, unterstützen. Damit soll ein konkretes Zeichen der Anerkennung für die Leistung dieser Menschen gegeben werden. Zurzeit erarbeitet das Bundesministerium der Finanzen auf der Basis dieser Eckpunkte einen Referentenentwurf. (November 2006)

Bayerische Landesversicherung für Ehrenamtliche: Die Bayerische Staatsregierung hat am 2. August 2006 eine wichtige Entscheidung für das Bürgerschaftliche Engagement in Bayern getroffen: Wie in anderen Bundesländern wurde eine Landesversicherung gegen Haftpflicht- und Unfallrisiken für Ehrenamtliche beschlossen. Damit werden bestehende Lücken im Versicherungsschutz geschlossen: Derzeit sind laut Meinung von Experten im Bereich der Haftpflicht rund 450.000 und im Unfallbereich rund 1.5 Millionen der ehrenamtliche Tätigen in Bayern nicht ausreichend versichert. (August 2006)

Weitere Informationen speziell zum Ehrenamt in der Kirche (Gemeindecaritas) finden Sie hier.

Einrichtungen und Zahlen

Rund 3,8 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Bayern sind ehrenamtlich aktiv, das sind 37 Prozent der bayerischen Bevölkerung. 30 Prozent der noch nicht ehrenamtlich tätigen bayerischen Bürgerinnen und Bürger signalisieren eine Bereitschaft zum Engagement. 23 Prozent der ehrenamtlich Engagierten sind im Sportbereich, 12 Prozent in Kirchen und Religion, 9 Prozent im Sozialbereich tätig. Weitere Informationen finden Sie im Freiwilligensurvey.

In den bayerischen Pfarrgemeinden sind rund 107.000 Menschen ehrenamtlich tätig, in den Fach-Caritas-Einrichtungen und ihrer angeschlossenen Verbände sind rund 12.000 Personen. Die Caritas unterhält rund 20 Freiwilligenzentren in Bayern.

Positionen und Stellungnahmen

Landes-Caritasverband

Freiwilliges, ehrenamtliches Enagement in der bayerischen Caritas:
Positionspapier des Landes-Caritasverbandes vom Juli 2009.

Bürgerschaftliches Engagement: Die Landes-Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAGFW) hat 2005 unter Federführung des Landes-Caritasverbandes ein Positionspapier zum Bürgerschaftlichen Engagement vorgelegt. Die Ausführungen finden Sie hier.

Bayern

Regelmäßige Informationen rund um das Bürgerschaftliche Engagement bietet das von der Bayerischen Staatsregierung gegründete und finanzierte Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement.

Dienstleistungen des Landes-Caritasverbandes

Der Landes-Caritasverband Bayern

  • arbeitet mit an der fachlichen und organisatorischen Weiterentwicklung Bürgerschaftlichen Engagement durch Tätigkeit in entsprechenden Gremien des Deutschen Caritasverbandes und der Landes-Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern (LAGFW).
  • vertritt die sieben bayerischen Diözesan-Caritasverbände in bundesweiten Gremien,
  • organisiert die Fachkonferenz der Referentinnen und Referenten für Bürgerschaftlichen Engagement in den sieben bayerischen Diözesan-Caritasverbänden.
  • organisiert bayernweite Fachtage.


Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Zuständig für Gemeindecaritas beim Landes-Caritasverband Bayern ist der Diplom-Theologe und Diplom-Soziologe Bernd Hein.
bernd.hein@caritas-bayern.de

In den sieben bayerischen Diözesan-Caritasverbänden sind folgende Referentinnen und Referenten für Gemeindecaritas zuständig:

Augsburg
Dietmar Bauer: d.bauer@caritas-augsburg.de
Bamberg
Peter Grau: peter.grau@caritas-bamberg.de
Eichstätt
Karl Ferstl: karl.ferstl@caritas-eichstaett.de
München und Freising
Michael Tauchert: mtauchert@caritasmuenchen.de
Passau
Peter Oberleitner: oberleitner@caritas-passau.de
Regensburg
Maria Plank: m.plank@caritas-regensburg.de
Würzburg
Klaus Korbmann: korbmannk@caritas-wuerzburg.de