Pressemitteilung
1. Juni 2012
Abschied
nach 22 Jahren ehrenamtlicher Arbeit
Heinz-Günter Kämpgen verlässt Aufsichtsrat
von ad laborem
22 Jahre ehrenamtlicher Einsatz haben
ihren feierlichen Schlusspunkt gefunden: Mit einem Gottesdienst und einem
gemeinsamen Essen wurde Heinz-Günter Kämpgen als stellvertretender
Aufsichtsratsvorsitzender der ad laborem gGmbH verabschiedet. Der 75-Jährige
hatte sich entschieden, bei den nächsten Wahlen dieses Jahr nicht mehr für eine
weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Für seine Verdienste um den
Integrationsbetrieb ad laborem verlieh ihm der Caritasverband Mannheim das
silberne Ehrenzeichen.
Caritas-Vorstandsvorsitzende
Regina Hertlein zitierte aus einem Artikel, der zu seinem 75. Geburtstag im
Mannheimer Morgen erschienen war: „Seine Frau hofft, dass er etwas kürzer
tritt.“ Sie ergänzte: „Wir haben das verstanden, weil wir wissen, wie aktiv Sie
sind.“ Er sei „einer der Ur-Väter der ad laborem“ gewesen. Ausgelöst durch
seine Tätigkeit beim Lions Club hatte sich der ehemalige Siemens-Direktor
bereits 1990 bei der Gründung des Vorgängerbetriebs ifa (Integrationsbetrieb
zur Förderung von Arbeitsplätzen) im Beirat engagiert. Bei der Gründung von ad
laborem 1998 wurde er in den Aufsichtsrat gewählt, dem er seitdem angehörte.
Der Aufsichtsrat von ad laborem ist ehrenamtlich tätig, ebenso wie die beiden
Geschäftsführer. Für Hertlein ist das ein Plus für das gemeinnützige
Unternehmen: „Wir haben einen Schatz, den andere Unternehmen nicht haben: das
unermüdliche ehrenamtliche Engagement. Für dieses Engagement sind wir von
Herzen dankbar.“
Bei ad laborem arbeiten ehemals
langzeitarbeitslose Menschen, Menschen mit Behinderungen und psychisch kranke
Menschen. Ziel ist, sie in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.
„Sie leben Caritas“, sagte Hertlein zu
Kämpgen und überraschte ihn mit der Verleihung des silbernen Ehrenzeichens der
Caritas. Monsignore Horst Schroff steckte es ihm ans Revers. „Ich freue mich
wirklich darüber“, sagte Kämpgen. Es sei ihm sehr wichtig gewesen, Menschen zu
helfen, für die auf dem ersten Arbeitsmarkt kein Platz sei. „Ich habe in der
Zeit viel für mich profitiert und die Arbeit in jeder Beziehung als
Bereicherung empfunden.“ So habe er gelernt, wie Menschen sich freuen könnten,
wenn sie wieder arbeiten dürften, und was für hervorragende Leistungen
Mitarbeiter mit Handicaps brächten. Aufsichtsratsvorsitzender Peter Hofmann
überreichte seinem Kollegen zum Abschied das gerade erschienene Buch über die
katholische Kirchengeschichte Mannheims. „Ich werde die Zusammenarbeit
vermissen“, sagte er. (juk)