Seit zehn Jahren ist die
gemeinnützige Gesellschaft zur Integration in das Arbeitsleben „Prodie“ in
Betrieb. Der Name der Gesellschaft mit Sitz in Gaimersheim, die eine Tochter
der Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt ist, steht für „Produkte und Dienstleistungen“.
Prodie hat seinen Arbeitsumfang in den zehn Jahren stark ausgeweitet. „Während
wir im Jahr 2002 im Durchschnitt 12 Wohnungsauflösungen monatlich durchführten,
sind es im Moment rund 30“, informiert Geschäftsführer Michael Rinnagl. Neben
dem Kerngeschäft Wohnungsauflösungen kommen Rinnagl zufolge auch immer einmal
wieder Hilfen bei Umzügen selbst hinzu, „wenn Sozialhilfe- oder
Arbeitslosengeld II-Empfänger betroffen sind“. Aufgrund der erhöhten – und in
den letzten Jahren konstanten - Auftragslage konnten in den vergangenen zehn
Jahren immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt werden: Im Jahr
2002 waren es laut Rinnagl über das Jahr verteilt sieben Personen, inzwischen sind
es 25. Davon sind 3 Stammmitarbeiter. Alle weiteren Beschäftigten für
Wohnungsauflösungen und Hilfen bei Umzügen kommen über Maßnahmen mit
öffentlicher Förderung, Arbeitsgelegenheiten und Arbeit statt Strafe.
Hinzu kommen bei Prodie noch
weitere 20 Menschen, die über Programme des Jobcenter Ingolstadt sozialversicherungspflichtig
beschäftigt sind. Diese Personen arbeiten nicht im Kerngeschäft der Firma mit,
sondern werden in den Caritas-Werkstätten qualifiziert. Ziel ist, dass sie
anschließend möglichst auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen. Seit der Gründung
waren aus diesem Personenkreis bei Prodie nach eigenen Angaben insgesamt über
90 Personen beschäftigt. „Davon haben in den letzten Jahren knapp 20 bei den
Caritas-Werkstätten ein reguläres Arbeitsverhältnis begonnen. Fast alle sind
bis heute dort geblieben und haben ein unbefristetes Arbeitsverhältnis“, informiert
und freut sich Michael Rinnagl, der auch Leiter der Caritas-Wohnheime und
Werkstätten ist.
Gesellschafter von Prodie
sind der Caritasverband für die Diözese Eichstätt, die Marktgemeinde Gaimersheim,
das Kolping-Bildungswerk im Bistum Eichstätt, das Diakonische Werk Ingolstadt
sowie die Privatpersonen Wolfgang Schmid, Dr. Werner Richler, Hans Amler und
Karl-Heinz Katzki.
Prodie finanziert sich neben den Erlösen
aus den Aufträgen und Eingliederungszuschüssen des Jobcenters Ingolstadt aus
Spenden.
Seit zehn
Jahren ist die gemeinnützige Gesellschaft zur Integration in das Arbeitsleben
„Prodie“ in Betrieb. Dies haben Gesellschafter, derzeitige sowie frühere
Beschäftigte vor kurzem bei einem kleinen Empfang gefeiert. Foto:
Caritas-Wohnheime und Werkstätten Ingolstadt