Rheine. cpr.
Eine
„Reise um die Welt“ erlebten die Erzieher des Familienzentrums des Bonifatius-
und Ludgerus-Kindergarten im Schotthock mit den Kulturdolmetschern der Migrationsdienste
der Caritas Rheine. In dem Workshop zur interkulturellen Sensibilisierung
konnten die Erzieher und Erzieherinnen einen Einblick in die unterschiedlichen
Kulturen der zugewanderten Menschen, die in Rheine leben und wohnen, bekommen.
Die Reise begann, indem die Erzieher auf landestypische Weise, zum Beispiel mit
Salz und Brot, entsprechend der russischen Kultur, empfangen wurden. Bräuche
und Sitten aus der Türkei, Sri Lanka, Portugal und Russland wurden von den
Kulturdolmetschern des Centro S. Antonio interessant vermittelt. Saris aus Sri
Lanka wurden anprobiert und die Erzieher nahmen an einer typischen russischen
Teezeremonie teil. Währenddessen konnten die Erzieher den Kulturdolmetschern Fragen
stellen, die sie schon immer interessiert haben und dank den offenen Antworten
in allen Bereichen eine Reihe an Informationen für sich gewinnen.
Da der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund in den beiden
Kindertagesstätten sehr hoch ist, führt die Beschäftigung der Erzieher mit den
Kulturen der Kinder und Eltern zu einer erhöhten Sensibilität. Dieses Thema
wird für das Zusammenleben immer wichtiger.
Im Juni 2008 ist das Familienzentrum unter der Leitung von Ulla Wolters und
Karin Reckers eine feste Kooperation mit dem Caritas-Migrationsdienst
eingegangen. Elke Zeitner, Koordinatorin der Kulturdolmetscher und Nelson Rodrigues,
Teamleiter Migration, betonen die Wichtigkeit der interkulturellen Öffnung von
Einrichtungen. „Nur wenn wir die kulturellen Hintergründe kennen und diese im
Alltag berücksichtigen, können wir füreinander Verständnis und Akzeptanz
schaffen!“, so Elke Zeitner vom Centro S. Antonio des Caritasverbandes Rheine.
In einer Diskussionsrunde am Ende des Workshops wurde deutlich, dass alle
Beteiligten die Veranstaltung als gelungen empfanden und sich für die Zukunft
weitere Treffen mit den Kulturdolmetschern wünschen.