Bocholt/Borken/Coesfeld/Steinfurt/Warendorf.
Die
Bocholter EWIBO, das DRK Borken, das Kolping Bildungswerk Diözesanverband
Münster und der Caritasverband Rheine haben jetzt vom Land NRW einen Zuschlag
für die Einrichtung einer Maßnahme zur Qualifizierung von schwer behinderten Menschen
erhalten.
Aufgrund der mehrjährigen Erfahrung – das Kolping-Bildungswerk arbeitet
schon seit 1998 und die EWIBO gemeinsam mit dem DRK seit 2005 an der
Integration von schwer behinderten Menschen in den Arbeitsmarkt – konnten die
Träger mit ihrem Konzept erneut überzeugen: „Gerade behinderte Menschen sind
bei der Integration in den Arbeitsmarkt besonders benachteiligt.
Arbeitsplatzangebote für ungelernte Kräfte sind so gut wie gar nicht vorhanden.
Darum gilt es, diese Menschen zu fördern und entsprechend zu qualifizieren“,
sagt Berthold Klein-Schmeink, Betriebsleiter der EWIBO. Diesen Anspruch haben
die EWIBO und das DRK im Kreis Borken und das Kolping-Bildungswerk in den
Kreisen Warendorf und Coesfeld in der Vergangenheit erfolgreich umgesetzt. In
der voran gegangenen Maßnahme, die bis Januar 2008 angesetzt war, wurde in
Bocholt eine Vermittlungsquote von 49 Prozent und in Borken eine Quote von 39
Prozent erzielt. Und an diesen Erfolg des Bocholt-Borkener Modells knüpft diese
neue, erstmals münsterlandweit gemeinsam laufende Maßnahme an. Die Maßnahme
kommt jedoch nicht nur in Bocholt und Borken, sondern auch in den Kreisen
Coesfeld, Steinfurt und Warendorf zum Tragen. Zum einen gilt es, schwer behinderte
Menschen durch entsprechende Förderung, theoretischen Unterricht, Betriebspraktika
etc. zu qualifizieren und zu vermitteln, zum anderen sollen Unternehmer für das
Thema „Anstellung von Schwerbehinderten“ sensibilisiert werden. „Oft herrschen
in Betrieben Vorurteile gegenüber der Beschäftigung von schwer behinderten
Menschen“, meint Helgo Eiting vom DRK Borken. Hier wollen die Träger
Aufklärungsarbeit leisten und Firmeninhabern Möglichkeiten und die genaue
Gesetzeslage erläutern.
Mit der Maßnahme angesprochen werden sollen arbeitslose behinderte Menschen, deren
Aussichten, am Arbeitsleben teilzuhaben oder weiter teilzuhaben, wegen Art oder
Schwere ihrer Behinderung eingeschränkt sind.
Das Projekt wird unterstützt durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen, durch
den Europäischen Sozialfond, den Service-Punkt Arbeit für den Kreis Borken, der
Agentur für Arbeit sowie durch die Kreise Warendorf, Steinfurt und Coesfeld.
Weitere Informationen und Vermittlung in die Maßnahme erhalten entsprechende
Personen bei den jeweils zuständigen Trägern.